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Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man! Seit 2008 klappt nichts mehr. Mit vielen Ambitionen bin ich in die Saison 2010 gestartet. Aber schon beim Aletsch Halbmarathon musste ich aufgeben. Asthma und die Höhe vertrugen sich nicht miteinander. Nun waren meine großen Ziele der Sierre-Zinal (31km, 2000 hm) und natürlich der Jungfrau Marathon. Am Montag, den 12.8.2010 war auch dieses Laufjahr beendet. Um 5:30 Uhr stoppte mich beim bergauf laufen am Teufelsberg eine Zerrung in der Wade. Damit habe ich keine Chance mehr den JF Marathon zu beenden. Leider bin ich aufgrund meines Gewichts nicht in der Lage mal eben so 42 km in den Bergen rumzurennen. Deshalb muss ich jetzt ran an den Speck! Du kannst mich dabei unterstützen und gleichzeitig kranken Kindern helfen! Mein Startgewicht geben wir mal mit 100 kg (99,6 heute morgen, 27.7.) an! Bis 31.3.2011 versuche ich so viel wie möglich abzunehmen! Für jedes Kilo über 75 kg zahle ich 75 € an die Björn Schulz Stiftung! Also wiege ich am 1.4.2011 80 kg, muss ich 375 € überweisen, plus und jetzt kommst du ins Spiel: Du zahlst pro kilo das ich abgenommen habe einen freiwilligen Betrag, mindestens jedoch 0,50 € pro Kilo, gerne auch mehr. Je mehr Leute mitmachen, desto mehr bin ich motiviert und desto mehr Geld kommt natürlich für die Kinder zusammen! Natürlich gebe ich regelmäßig Infos wo die Waage stehen bleibt! Also bitte das Formular ausfüllen und Gutes tun. Anmeldung "Ran an den Speck 2010 / 2011"! Die Spender werden hier auf dieser Seite erwähnt: Heidrun Huth,
DNF! (Did not finish) Was bleibt von der Saison übrig? Ein schöner Marathon in Liechtenstein, ein sehr emotionaler in Zermatt und ...Ziel nicht erreicht beim Jungfrau Marathon. Damit auch nur 85% Finisher beim Mountain Marathon Cup...Ziel auch nicht erreicht. Es ist frustierend wenn man von 126 km nur 115 km schafft und von 5520 Höhenmetern nach ca. 4200 hm das Rennen beenden muß. Die anschließende Feierstunde der anderen Läufer im Ziel war so mit das schlimmste was möglich war. Ich hatte mehr als einmal feuchte Augen. Selbst den Zieleinlauf unserer Laufgruppe konnte mich nicht aufheitern. Was war los? Vorneweg: Ich habe es richtig gemacht auszusteigen! Bei allem Frust geht die Gesundheit vor. Ein T-Shirt kann ich mir auch kaufen! Ungefähr bei km 27 in der Wand nach Wengen beendete ich das Rennen. Kreislaufprobleme, Überkeit mit all seinen Folgen und ein Puls von über 200 machten es nötig. Ich lief den Berg wieder hinunter nach Lauterbrunnen, um dann mit dem Zug die Fahrt zur kleinen Scheidegg anzutreten. Dabei fing es gut an: Die Sonne lachte uns an. Es war warm, der Wetterbericht sagte Fön an und Regen ab nachmittags. Beim einlaufen alles prima. Nicht wie vor zwei Jahren befanden sich immer Läufer um mich herum. Ich wollte so in 6:15-6:30 min/km anlaufen. 10 km Zeit 65 Minuten. Da es warm wurde habe noch einen Gang rausgenommen. Dann ein 3 km langer recht flacher Anstieg. Es lief. Ich überholte ohne mich anzustrengen 30-40 Läufer. "Das wird dein Tag" Denkste! Ab km 13 ging es rapide bergab, mit mir nicht die Strecke. Es wurde immer schwerer. Ich schleppte mich bis 1/2 Marathon: 2:30 Std, genau wie 2006. Nur das ich im ersten Teil schneller war-zu schnell? Nein, galube ich nicht! Dann 2 Gel. Und plötzlich wieder ein km in 6:30. Es läuft wieder! Der nächste dann in 7:50??? Es lief nicht mehr. Sch...... Vor der Wand noch mal Gel und Isodrinks. Es sollte nicht mehr helfen. Ich versuchte alles, aber ich hatte das Gefühl das ich nicht vorwärts komme. Dann drehte sich mein Magen um und kurz danach ein zweites mal. Egal weiterlaufen. aber mein Kreislauf. Ich fühlte meinen Puls 52 Schläge in 15 Sekunden= 208!!! Noch 100 m bin ich weitergelaufen und dann die Entscheidung für meine Gesundheit. Aus, Schluß, Vorbei... auch der Traum vom MMC. Diese Niederlage steckt auch 4 Tage danach noch tief drinnen. Wenn ich grüne Finishershirts sehe...ist das bitter. Aber wie sagte meine kleine Tochter: " Papi sei nicht traurig, ist doch nicht so schlimm" Ich hoffe das sehe ich bald auch so. Ich werde jedenfalls die Saison so nicht beenden. Fazit: Ich habe beim Jungfrau Marathon mein schönstes und mein schlechtestes Lauferlebniss gehabt. Ich habe mit dem Lauf jetzt noch eine Rechnung zu begleichen. Ich werde irgendwann nochmal nach Interlaken und dann......Aber bis dahin erhole ich mich erstmal.
Der längste Lauf meines Lebens, oder viel Schmerzen für ein blödes T-Shirt! Am Mittwoch ging es endlich los. Donnerstag wagten wir noch eine kleine Wanderung bei leichtem Regen. Am Freitag klarte es auf und wir fuhren nach Zermatt und dann rauf zum Gornergrat, dem Ziel des ersten Zermatt Marathon. Die Schönheit der Berge machte mich sprachlos (Ja, das geht) Mehrere 4000er und das Matterhorn bilden eine unglaubliche Kulisse. Irgendwann mußten wir aber wieder runter. In Zermatt gab es eine kleine nette Pastaparty in einem Zelt direkt am Bahnhof. Am Abend versorgte uns unser Hotelwirt noch mit leckerem Fisch und Reis und Panna Cotta ( Ich liebe es!) Die Wettervorhersage: sonnig und kühl, ab mittags Wolken und Regen. Samstag früh der Blick aus dem Fenster: Es zog sich schon zu. Ich gebe meine Sonnenbrille und die Mütze meiner Frau Silvia. Vielleicht brauche ich diese Sachen später doch noch. Und das war gut so. Ein kleines Frühstück und los ging es mit dem Bus zum Start nach St. Niklaus (1100 m). Schon eine Stunde vor dem Rennen kam die Sonne wieder raus, also Brille und Mütze aufgesetzt, letzter Kuß und ab ging es zum einlaufen. Ich war relativ ruhig. Das Einlaufen klappte gut, ich war locker. Überall stand:Start 9:25 Uhr. Das galt aber für die Elite Läufer. Dann kamen die Staffeln und erst um 9:40 Uhr durfte der Rest ran. O.k. 15 Minuten weniger für das Zeitlimit, aber eigentlich sollte das kein Problem sein. EIGENTLICH. Ich renne los und schon nach 200 Metern geht es bergan. Bei Km 5 hatte ich schon 1-3 Krisen hinter mir: Puls viel zu hoch für das Tempo (bis 190). Ich laufe langsamer, keine Besserung. Es ist warm, die Sonne knallte vom wolkenlosen Himmel. Herrlich, wo ich Hitze sooooo mag. Bis Km 10 ging es so weiter. Dort stand Silvia und ich konnte mich mit einem Küßchen "dopen". Dann wurde der Kurs etwas flacher und schattiger. Aber so ab Km 15 war wieder Schluß mit lustig. Bis Zermatt (1600 m) ging es über schmale Wege nur noch hoch. Ich hatte auch schon seit einer Weile Probleme mit der Luft. Kurz vorher habe ich mir wutentbrannt meinen Pulsgurt abgemacht. Der Puls war viel zu hoch. Also einfach rennen und hoffen. Halbmarathon (2:42 Std), aber ich bin schon ziemlich platt. Wir durften noch eine Schleife durch die Touristenstraße laufen, natürlich mit Anstiegen, bevor es bei Km 25 "endlich"" los ging: Der Aufstieg zur Sunnegga auf 2200 m. Unterwegs viel Elend. Kreislauf, Krämpfe und sich übergebende Läufer säumten den Weg. Auch ich hatte Rücken und abwechselnd Oberschenkel, Knie und kurz nach einer Verpflegung Magen. Aber ich behielt alles bei mir, habe schließlich dafür bezahlt. Ab Km 30 lief es etwas besser. Die Strecke wurde flacher. Ich merkte das ich noch ganz gut Kraft in den Beinen habe und wollte schneller laufen- ging nicht: Schnappatmung. Die Beine waren willig, die Lungen nicht! Durch mein Bummeltempo am Anfang und die 15 Minuten Startverspätung kam ich auch wieder mit der Zeit in Bedrängnis. Bei Km 32,5 hatte ich gerade noch 5 Min. Vorsprung. Lt. Streckenprofil kam jetzt ein kleiner Anstieg und dann zur Erholung bergab! Denkste. Der Anstieg war 1 km lang und steil und die bergab Passage führte zwar an einem schönen See vorbei, aber aufgrund der schlechten Wegstrecke konnte ich nicht hinsehen. In den Bergen gibt es halt keine asphaltierten Wege. Einmal knickte ich auch um, aber zum Glück nur leicht. Ab Km 36 konnte ich dann aber doch wieder ganz gut rennen und das Zeitlimit bei km 39 von 6:20 Std. war kein Problem mehr. Silvia wartete schon auf mich und freute sich wie eine Schneekönigin. Das motivierte mich. An der letzten Verpflegung gab es Brühe. Direkt hinter einem Nobelhotel ging es dann zum legendären Schlußanstieg bis ins Ziel Riffelberg (2586 m) : Gut 400 Höhenmeter auf 3 Kilometer fordern noch mal alles.Für 1 Km brauchte ich 17:36 Minuten...und das bei 40-41. Oben angekommen dachte ich, na auf dem letzten Kilometer können sie nicht mehr so viel reintun. Irrtum, über eine Wiese ging es noch 3x kurz und giftig hoch, ehe es die letzten 200 m bergab ging. Ich war froh das Silvia im Ziel wartete,vielleicht wäre ich ohne sie ausgestiegen. Ich hatte vom ersten Kilometer an Probleme, meine Kilometerzeiten waren erbärmlich (Im halbwegs flachen so um die 7:00 Minuten sonst eher 8) ab km 25 hatte ich tierische Rückenschmerzen. Dann kam noch abwechselnd Oberschenkel und Knie dazu. Und Zwischendrinn hätte ich fast nach einem Getränkestand mich übergeben. Ich habe echt mehrmals überlegt auszusteigen, aber ich wußte das Silvia bei 39 auf mich wartet und so kämpfte ich mich ins Ziel. Ich war echt im Grenzbereich, oder darüber hinaus. So viel Probleme hatte ich noch nie. Kurioserweise hatte ich immer noch genügend Kraft. Aber die dünne Luft und die Wärme machten mir zu schaffen und so konnte ich nicht schneller Laufen. Danach habe ich erstmal gefeiert. Ich habe noch einen Bekannten getroffen und es gab ein lecker Bier. Ich war auch kurz nach dem Zieleinlauf schnell wieder fit. Abends haben wir im Hotel noch mit ganz netten Läufern gefeiert und das eine UND andere Bier getrunken. Jetzt werde ich mal eine Woche nicht Laufen. Ich weiß durch die Erfahrung, das ich um den Transalp zu schaffen noch ganz viel tun muß. Es war eine ganz neue Erfahrung für mich und ich habe wahnsinnig viel über meine Grenzen gelernt. Um diesen Lauf im Kopf zu verarbeiten brauche ich noch einige Zeit, körperlich geht das glaube ich schneller. Ich weiß nur so schaffe ich mein Ziel 2009 nicht, das ist sicher. Nur noch eine Hürde steht mir jetzt bevor: der Jungfrau Marathon am 6.9., der ist aber gegen das gerade erlebte eher nicht so Schlimm. Und dann habe ich das Mountain Marathon Finisher Shirt 2008. Weil ich ja sonst keine Shirts im Schrank habe! Die Bilder vom Zermatt Marathon in der Bildergalerie LGT Marathon 2008: Liechtenstein unter den Füßen, Zermatt im Kopf
24.4.2008 Cep Kompressionssocken "Ich trage sowas nicht, so ein Quatsch, Kniestrümpfe sind was für Cricket Spieler!" So tönte ich in der Gegend rum. Da, wie wir wissen, Frauen vernünftiger sind, hörte ich auf meine und nahm mir nach Monaten der Abwehr ein paar Cep Socken zum Probieren mit. Ich wollte sie heute früh Probelaufen, möglichst im Dunkeln, wenn mich keiner sieht. Zu meiner Überraschung ist es aber um 8:00 Uhr schon hell. Trotzdem lief ich mit den Kniesocken los. Beim Anziehen die erste positive Überraschung, die Dinger kratzen nicht so wie die Thromboseteile im Krankenhaus. Dann ging es los. Ein angenehmes festes Gefühl. Die Strümpfe rutschen nicht und sie engen nicht ein. Ob ich mit den Socken langsamer ermüde und die Regenerationszeit verkürzt wird, kann ich nicht beurteilen, aber gerade für intensive Einheiten kann ich mir vorstellen, dass es ganz angenehm ist, die CEPs zu tragen, vor allem für meine Bergläufe. Ich werde beim 25 er ausprobieren, wie es sich auf langen Strecken anfühlt und dann entscheiden, ob ich die Berge mit "Thrombosesocken" hochrenne. Auf jeden Fall ein lohnender Test. Keep on Running Carsten Der Herbst Der Herbst ist wie immer die Zeit zum Ruhiglaufen und Aufräumen. Und ich habe aufgeräumt und gefunden. Der Beweis, dass ich mal weniger gewogen habe, ein begeisterter Triathlet war und Bart getragen habe. Das Bild von meinem ersten Marathon 1992 und meinem letzten Triathlon 1997 in Kallinchen. Manchmal ist es schön, alte Bilder zu finden, manchmal nicht, aber es motiviert.
Berlin 1993. Ziel auf dem Ku Damm.
Kallinchen Triathlon 1997.Ziel in der Pampa, aber schön wars.
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