Long Distance Rennsteiglauf

42. Rennsteiglauf 2014

Reise durch zu geringe Teilnehmerzahl 2014 leider abgesagt !

- gern wieder 2015 bei genügend verbindlichen Anmeldungen -

Dann wieder im schönen Berghotel in Oberhof . Die 500 m bis zum Start haben uns überzeugt. Die freundliche Umgebung, das tolle Frühstück und natürlich der Wellnessbereich, machen aus den 4 Tagen einen Kompletten Urlaub.

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Rückblicke

Rennsteiglauf 2010

Schon nach 300 Metern musste unser Bus, vollgeladen mit aufgeregten Läufern, auf der Altonaer Str. anhalten. Sabotage? Technischer Defekt? Ein Anschlag von unserer Laufkonkurrenz? All das war es nicht, aber zur Lösung später mehr. Der Wetterbericht war viel versprechend, 0 Grad und Schneefall. Ich habe vorsichtshalber meine LL Ski mitgenommen. Zur Not, dachte ich mir, fahre ich mit den Latten nach oben in die neu gebaute Skihalle! Aber soweit kam es zum Glück nicht. Nach kurzer da rauchfreier Fahrt kamen wir in Oberhof an. Einige hatten schon jetzt Halsweh vom vielen lachen und das sollte nicht besser werden. Schnee lag zum Glück keiner aber es war kalt und regnerisch. Ich wollte meine Skier aber ausprobieren und fuhr begleitet von einigen „Fans“ zusammen mit Anett und Madya in die Skilanglaufhalle. Leider / zum Glück kam ich mit meinem Ski nicht voran und „musste“ mir eine Skatingausrüstung leihen! Die sehr belehrende Ausleiherin erklärte mir das sie praktisch schon ein Zimmer in der Klinik bestellt hat, da man als nicht Oberhofer nicht einfach so skaten kann! Gut ich bin vorher noch nie geskatet, aber ich dachte das klappt schon. Immerhin fahre ich erst seit 40 Jahren Ski. Nach kurzer Einweisung durch Anett die gerade einen Skatinkurs belegt hatte und einer kurzen Eingewöhnung lief es in der Ebene auch schon ganz gut, nur die Anstiege kam ich nicht so gut hoch, aber ich war zufrieden. Madya zog ihre Runden und wurde immer besser. Nach gut 1,5 Stunden waren wir 3 abgekämpft aber glücklich. Das Dauergrinsen hat man nicht mehr aus unseren Gesichtern bekommen. Die Oberchefausleiherin meinte zwar das mein Stil beim bergan laufen mit Skating nichts zu tun hatte, aber das war mir egal. Ich schätze sie hat sich beim ersten Mal auf die Nase gelegt und wenn nicht dann wünsche ich es ihr nachträglich. So, das hat sie nun davon! Bei der Abendveranstaltung Bowling ging es so lustig zu wie nie zuvor. Sprüche, Sprüche und noch mehr Sprüche. Dazwischen immer wieder lautes lachen, ich habe mich gar nicht konzentrieren können und wäre fast Rattenkönig geworden. Birgit und Hans bowlten um ihr Leben. Sie wussten wohl das es um ein hohes Preisgeld geht. Leider waren auf dem Lottoschein nur 2 Zahlen identisch mit denen die die ARD gezogen hatte. Pech gehabt. Hans musste den Porsche wieder abbestellen und Birgit wollte jedem der fast 20 Teilnehmer 10 % der Gesamtsumme abgeben. Wie sie das machen wollte?!?!?!?! Für Freitag hatte ich zum ersten Mal einen Ausflug geplant. Es sollte nach Erfurt gehen. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die City und sofort strömten alle in die kleine Stadt. Die einen gingen Kuchen essen und die anderen auch. Zum Glück blieb es trocken und so ein paar Eindrücke von der Stadt konnte jeder mitnehmen. Jedenfalls war in Erfurt mehr los als in Oberhof. Das anschließende Biathlonschiessen gewann Annette Hinrichsen mit 8 Treffern. Zur Entschuldigung muss erwähnt werden, dass in der Halle nur 3 Grad waren, plus! Diesmal gab es eine Spätzleparty am Abend und kurz danach herrschte Ruhe im Berghotel, denn….. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Da auch ich diesmal laufen wollte leider auch für mich. Kurzes Frühstück, umziehen (was zieht man bei diesem Wetter bloß an?) und dann ab ins Getümmel. Das Hotel ist nur wenige Meter vom Start entfernt. So konnte ich erst 15 Minuten vorher losgehen und ersparte mir einiges an Volksmusik. Ich wollte sowieso nur einen etwas flotteren Trainingslauf machen. Ich sortierte mich ganz hinten ein, wirklich ganz hinten und lief entspannt los. Schön ist auch wenn man die Strecke kennt. Bis km 8 geht es hoch zum großen Beerberg, dann noch ein kleiner Anstieg zur Schmücke und ab geht die Post runter ins Ziel. Bis auf den Anstieg bei km 16 der völlig nutzlos noch zu meistern ist. Und wehtun kann. Um es kurz zu machen, es lief gut bei mir. Auch am Ende hatte ich noch viel Kraft und konnte noch beschleunigen, vielleicht lag das aber auch daran das es steil bergab ging, egal. Ich dachte so 2:30 Std zu laufen und kam nur 3 Minuten nach mir ins Ziel, handgestoppt ohne Chip!! Also nicht in der Ergebnisliste suchen! Alle Teilnehmer unserer Reise kamen gut ins Ziel. Hervorzuheben ist Olaf Wehmer, mit 1:28 Std wurde er Gesamt 98. und 10. in seiner Ak! Viele gute Zeiten wurden gefeiert und mit dem schönen Rennsteiglied ging es wieder ins Hotel zurück. Die neue Saunalandschaft war binnen weniger Minuten fest in Long Distance Hand. Es wurde geschwitzt, geduscht (Erlebnisdusche, was soll das sein?) und geschlafen. Alles Vorbereitung auf den Höhepunkt der „Laufreise“. Die Party im Zelt!!! Alle zogen die Erinnerungsshirts an und so tanzte eine große Menge Schlumpfblau gekleideter Menschen zu allen möglichen Liedern bis spät in die Nacht hinein. Es war wieder eine tolle Fahrt. Holger unser neuer „Hans“ war prima und fand jede Ausfahrt. Das er nicht rauchte wie sein Vorgänger machte sich positiv bei der Fahrtzeit bemerkbar. Renate Wuttig konnte leider nicht mitkommen, da sie kurz vorher stürzte. Sie hält aber nach wie vor den Geschwindigkeitsrekord beim Bowling. Im negativen Sinn! Viba Süßewaren hat wieder Rekordumsätze zu vermelden (Aktien kaufen) genauso wie das Café im Zentrum. Ach und die Panne. Das unheimliche Brummen im Bus entpuppte sich als Madyas elektrische Zahnbürste. Tja, wenn die Technik uns beherrscht. Bis 2011 im schönsten Ziel der Welt in Schmiedefeld.

Rennsteiglauf 2009

Sonntagnachmittag kehren 20 müde, aber glückliche Menschen von einer großartigen Laufreise zurück. Glücklich den Rennsteiglauf geschafft zu haben, zufrieden das die große danach Party wirklich toll war und froh das sie ein Jahr lang weder das Rennsteiglied noch die Witze des Busfahrers Hans hören müssen. Das mit Hans kann ich versprechen, aber……

Doch fangen wir von vorne an.

Am Anfang stand wie immer die Hinfahrt. Hans fuhr uns gewohnt souverän zum nächsten Rastplatz, Raucherpause. Hans ist ein Phänomen. Er schaffte es kurz vor Oberhof noch einen Tunnel zu sperren, um dann mitten auf der Autobahn seiner Sucht nachzugehen. Immerhin fand er in diesem Jahr die Ausfahrt.

Kurz nach der Ankunft war das Kuchenbuffet eines großen Cafés in sekundenschnelle ausverkauft. Aber man musste sich auf den anschließenden 30 Minuten Extremlauf vorbereiten, ach und Bowling…. Mehrfach gestärkt ging es abend auf die Bowlingbahn. Wieder gab es interessante Techniken. Vorwärts, einhändig, beidhändig, rückwärts duch die Beine oder die Kugel nach hinten werfen. Man waren wir kreativ. Die Pins zittern heute noch. Günter, im letzten Jahr noch ganz hinten, hat ein Jahr lang nur das Bowlen geübt und der Erfolg gab ihm recht. Er landete ganz vorne. Leider musste er dafür beim Supermarathon bluten, er war 9 ½ Stunden unterwegs. Der Preis des Bowlingerfolgs war groß. Anders Holger, er stellte auch seine Ernährung um, fuhr noch vorher zur Kur und gewann das Kugelwettschmeißen und war auch beim langen Kanten in 7:22 Std recht fix. Aber Günter hatte noch einen Trumpf im Ärmel, Susanne. Locker, lässig holte sie sich das Glas Rote Beete und das „Zielwasser“. So hatten die beide noch was zu essen.

Freitag wie immer:

Erst jogging, dann Frühstück, dann shopping in der Stadt die fast immer schläft, schauen ob es wieder Kucken gibt und dann Biathlonschiessen. Da ich als Titelverteidiger auf dem Höhepunkt meiner Karriere aufgehört habe, war der Weg frei für Sven. Er holte sich den Titel und darf sich ein Jahr lang damit rühmen. Ich brauche dafür mindestens 2 Jahre!

Marrit, Olaf und der Reiseleiter schauten sicherhaltshalber noch mal ob das Zelt noch/wieder da ist. Zum Glück alles unverändert. Rennsteiglied, Lassosong und DJ Ötzi, alles wie in den letzten Jahren. Ein Jungeselleverabschieder wollte noch Damenslips für 5 € verkaufen, musste aber dafür strippen. Wie gesagt, Oberhof ist die Einkaufsmetropole Oberhofs. (Der ist zum nachdenken)

Wir wateten bei einem schweren Gewitter nach Hause und tranken an der spontan eröffneten, eigentlich nicht vorhandenen Hotelbar noch ein Malzbier und hofften, dass der Regen bald aufhörte.

Er hörte auf, den ganzen Samstag war es trocken und es kam sogar die Sonne raus. Als um 7:30 Uhr die Startkanone donnerte waren die Begleiter schon im Ziel und schmierten Brötchen. Und wenn wir sie schon schmieren können wir sie auch essen. Immerhin haben wir um die Uhrzeit schon diverse Witze und Sprüche von Hans ertragen dürfen. Da sagen die Läufer der Rennsteiglauf war hart…. Wir pflanzten unsere Fahne auf einen Hügel im Zielbereich. Ein mit einem Köstritzer bewaffneter Hesse beschwerte sich er könne nichts mehr sehen…..Im gesamten Gebiet befanden sich ca. 7 Menschen, die Fahne war gute 5m seitlich von ihm und wenn ich um die Uhrzeit Bier trinken würde könnte ich auch nichts sehen.

„Bei den Bodenverhältnissen glaube ich nicht, dass André die Zeit vom Vorjahr schafft“ Ich habe Ahnung, schon 2 Minuten später kam er ins Ziel, 1:31 Minuten schneller als im Vorjahr. 12 Platz gesamt, 1. in seiner Altersklasse- Party! Wir strahlten alle mit der Sonne um die Wette. Der Glühkörper am Himmel verlor und deckte sich mit Wolken zu!

Nach und nach kamen unsere ganzen Helden ins Ziel. Ich habe noch nie in so viel glücklich Gesichter schauen dürfen, der Mythos Rennsteig lebt trotz 15000 Teilnehmern. Es gab eine Bestzeit nach der anderen. Da auch Klaus Goldammer aus unserer Gruppe seine Ak gewann, durften wir noch ein bißchen auf die Rückfahrt warten und feuerten die ersten Marathonläufer an. Und auf dem weg nach Oberhof sangen ALLE das Rennsteiglied, aber hinterher mag es keiner mehr hören.

Selbstverständlich ging es nach dem verdienten Mittagsschlaf wieder zum Kuchenladen. Ich glaube der lebt nur von uns 1 Jahr lang. Abends wurde bei gefühlten. -5 Grad gegrillt. Das Essen wurde runtergeschlungen um ganz schnell ins Zelt zu eilen. Wir hatten ihn wieder, den Tisch in der ersten Reihe. Danach wurde getanzt bis zum Ende. Ich glaube einige haben sich beim Lauf geschont oder André trainiert mit dem Laufclub nach dem Laufen noch heimlich das Tanzen. So eine Ausdauer.

Aus meiner Sicht war nur der AC/DC Anteil zu gering, sonst war es herrlich. An der Dirty Dancing Hebefigur mit Marrit werden wir noch arbeiten, versprochen. Glücklich mit durchgetanzten Schuhen und ein wenig Alkohol im Blut gingen wir schlafen.

Tja und am Sonntag ging es wieder heim.

Ich freue mich jetzt schon wieder auf 2010. Da sich schon 8 Läufer für 2010 wieder angemeldet haben, denke ich, dass es den anderen auch gefallen hat. Madya hat sich sogar schon für den Marathon angemeldet. Auch in diesem Jahr war das Wetter entgegen der Vorhersage recht schön und im nächsten Jahr wird es noch schöner, bestimmt.

Noch ein Satz zum Schluß: Als ich 2006 auf der Rückfahrt vom Rennsteiglauf zu meiner Silvia sagte, das ich überlege eine Reise zu organisieren, habe ich nie daran gedacht mit 30 Läufern dorthin zu fahren. Es macht mich froh und stolz, dass es mir gelungen ist so viele für diesen tollen Lauf zu begeistern. Ich glaube im nächsten Jahr nehme ich auch wieder am Lauf teil, angemeldet bin ich schon! Auf das Rennsteiglied passe ich gut auf.